The Zone of Interest review

Genre: Historienfilm

Regisseur: Jonathan Glazer

Studio: A24

Jahr: 2024

Laufzeit:  106 min.

FSK: 12

 

 

 

 

 

The Zone of Interest filmtipp

The Zone of Interest

 

„The Zone of Interest“, inszeniert von Jonathan Glazer, ist eine eindringliche Erkundung der Banalität des Bösen vor dem Hintergrund von Auschwitz während des Holocausts. Dieser Film ist kein typisches Kriegsdrama; er ist ein mutiges und nachdenklich stimmendes Werk, das die Wahrnehmung von Menschlichkeit und Moral herausfordert.

Handlung und Erzählweise

Die Handlung konzentriert sich auf Rudolf Höss (Christian Friedel), den Kommandanten von Auschwitz, und seine Familie, die in einer Villa neben dem Konzentrationslager lebt. Der Film ist einzigartig in seiner Perspektive, da er sich auf das häusliche Leben der Familie Höss fokussiert, das im krassen Gegensatz zu den Gräueltaten steht, die nur wenige Meter entfernt geschehen. Der alltägliche Normalzustand der Familie Höss, geprägt von Picknicks, Gartenarbeit und Familienessen, kontrastiert scharf mit den systematischen Grausamkeiten, die sich in ihrer Nähe abspielen.

Regie und Kameraarbeit

Jonathan Glazers Regie ist sowohl subtil als auch wirkungsvoll. Er setzt auf eine minimalistische Herangehensweise, vermeidet grafische Darstellungen von Gewalt und verlässt sich stattdessen auf Andeutungen und Implikationen. Diese Zurückhaltung verstärkt die psychologische Wirkung des Films, indem die unsichtbaren Schrecken noch beunruhigender werden. Kameramann Łukasz Żal fängt die idyllische Schönheit der Umgebung der Familie Höss ein und nutzt friedliche, idyllische Bilder, um die groteske Ironie ihrer Nähe zu solchen Unmenschlichkeiten zu unterstreichen.

Schauspielleistungen

Christian Friedel liefert eine erschreckende Darstellung des Rudolf Höss. Seine Darstellung ist nuanciert und fängt die komplexe Dualität des Charakters ein – ein liebevoller Familienvater, der gleichzeitig ein gewissenloser Architekt des Völkermords ist. Sandra Hüller, die seine Frau Hedwig spielt, ist ebenso überzeugend und verkörpert eine Frau, die bewusst die Augen vor dem Bösen verschließt, um ihr komfortables Leben zu bewahren. Ihre Leistungen verankern den Film und geben dem abstrakten Konzept des Bösen ein menschliches Gesicht.

Themen und Wirkung

„The Zone of Interest“ erforscht tiefgründige Themen wie moralische Gleichgültigkeit, Verdrängung und die Normalisierung des Bösen. Glazer zeigt, wie gewöhnliche Menschen zu den schlimmsten Gräueltaten fähig sind, wenn sie ihre Menschlichkeit und moralischen Werte zugunsten von persönlichem Komfort und sozialem Status opfern. Diese Gegenüberstellung des Alltäglichen mit dem Unvorstellbaren macht den Film besonders eindrucksvoll und verstörend.

Fazit

„The Zone of Interest“ ist ein kühnes und erschütterndes Werk, das weit über das traditionelle Kriegsdrama hinausgeht. Jonathan Glazers meisterhafte Regie und die starken Darbietungen der Hauptdarsteller machen diesen Film zu einem unvergesslichen Erlebnis, das lange nach dem Abspann nachhallt. Es ist ein Film, der den Zuschauer zwingt, sich mit der dunklen Seite der Menschheit auseinanderzusetzen und die moralischen Implikationen des Alltagslebens in extremen Zeiten zu hinterfragen.

 

 

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  • Hüller, Sandra, Friedel, Christian (Schauspieler)
  • Glazer, Jonathan (Regisseur)
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren
The Zone of Interest BD [Blu-ray]
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Trailer

Review

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Unboxing

Originalbilder: The Zone of Interest / © LEONINE