eddington ari aster

Genre: Drama

Regisseur: Ari Aster

Studio: A 24

Jahr: 2025

Laufzeit:  145 min.

FSK: 16

 

 

 

Review

Eure Bewertung des Films

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Eddington – Ein ungewöhnlicher Blick auf eine gespaltene Gesellschaft

Mit seinem neuen Film Eddington schlägt Regisseur Ari Aster erneut einen ungewöhnlichen Weg ein. Nachdem er mit Filmen wie Hereditary und Midsommar bereits bewiesen hat, dass er gerne mit Erwartungen spielt, präsentiert er nun einen Film, der sich irgendwo zwischen Western, Drama und gesellschaftlicher Satire bewegt. Das Ergebnis ist ein Werk, das gleichermaßen fasziniert, irritiert und zum Nachdenken anregt.

Handlung

Die Geschichte spielt in der fiktiven Kleinstadt Eddington im US-Bundesstaat New Mexico. Die Stadt wirkt zunächst ruhig und abgeschieden, doch unter der Oberfläche brodeln Spannungen. Im Mittelpunkt steht ein Sheriff, gespielt von Joaquin Phoenix, der versucht, Ordnung in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft aufrechtzuerhalten.

Als ein Konflikt mit dem Bürgermeister der Stadt – dargestellt von Pedro Pascal – eskaliert, entwickelt sich aus einem scheinbar kleinen Streit eine größere Auseinandersetzung. Politische Spannungen, persönliche Rivalitäten und gesellschaftliche Konflikte treiben die Handlung immer weiter voran und zeigen, wie schnell eine Gemeinschaft auseinanderbrechen kann.

Inszenierung und Stil

Typisch für Ari Aster ist auch Eddington kein leicht konsumierbarer Film. Die Inszenierung setzt stark auf Atmosphäre und unterschwellige Spannung. Statt schneller Action oder klassischer Western-Dramaturgie baut der Film seine Konflikte langsam auf.

Die staubige Landschaft von New Mexico und die isolierte Kleinstadt sorgen für eine beklemmende Stimmung. Gleichzeitig nutzt der Film immer wieder Elemente von schwarzem Humor und gesellschaftlicher Satire. Gerade diese Mischung macht Eddington zu einem Film, der sich nicht klar in ein Genre einordnen lässt.

Schauspiel

Ein großer Pluspunkt des Films ist die Besetzung. Joaquin Phoenix trägt den Film mit einer intensiven Performance und verkörpert einen Sheriff, der zwischen Pflichtgefühl, Frustration und persönlicher Überforderung schwankt.

Pedro Pascal liefert als Bürgermeister einen überzeugenden Gegenpol. Die Dynamik zwischen den beiden Figuren sorgt für viele der stärksten Momente des Films und bildet das emotionale Zentrum der Geschichte.

Stärken und Schwächen

Stärken:

  • starke schauspielerische Leistungen

  • interessante Mischung aus Western, Drama und Satire

  • gesellschaftlich relevante Themen

  • intensive Atmosphäre

Schwächen:

  • sehr ruhiges Erzähltempo

  • teilweise schwer zugängliche Erzählweise

  • nicht jeder Zuschauer wird mit dem Ton des Films warm

Fazit

Eddington ist ein Film, der bewusst provoziert und Diskussionen anregen möchte. Ari Aster bleibt seinem Stil treu und erzählt eine Geschichte über gesellschaftliche Spannungen und Machtstrukturen in einer kleinen amerikanischen Stadt.

Wer Filme mag, die sich Zeit nehmen und auch unbequeme Themen ansprechen, dürfte hier auf seine Kosten kommen. Zuschauer, die eine klare und geradlinige Story erwarten, könnten dagegen Schwierigkeiten mit dem Film haben.

Am Ende bleibt Eddington ein ungewöhnlicher, mutiger Film, der sicherlich für viele Diskussionen sorgen wird.

 

Trailer

Unboxing

Originalbilder: Eddington / © A24